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Zwischen Handel und Geschenk. Studien zur Distribution von Waren aus dem Orient, aus Byzanz und Mitteleuropa im östlichen Merowingerreich, 2011, 565 p. -
Die vorliegende Studie versucht, Austauschprozesse im Frühmittelalter durch Auswertung eines festen Spektrums fremder Objekte in einem Gebiet zwischen Wetterau, Traunmündung, Alpenfuß und Vogesen zu ermitteln und modellhaft zu erklären. Ansatzpunkt waren Funde des 6./7. Jhs. aus dem byzantinischen, östlichen Mittelmeerraum und/oder noch östlicher, z. B. Gewürznelken, roter Granat, Elefantenelfenbein, Kaurischnecken, echte Perlen, Weihrauch, Amethystperlen, Muschelscheiben, Baumwolltextilien, Seidentextilien und Goldtextilien, Meerschaum, ostbyzantinische Münzen, Buntmetallgefäße, Pektoralkreuze sowie bestimmte Ohrringtypen und Schnallentypen. Typen und Menge der Importe ergaben vier Phasen [1, 2a-c] und laufen insgesamt parallel zur Häufigkeit aller datierbaren Gräber, so daß ein stetiger Zustrom von Funden vorlag. Grabkontexte ergaben, daß es sich bei den Importen nicht um reine “Luxusgüter” handelte. Für die Verbreitung sind verschiedene Distributionsmodelle wahrscheinlich [sukzessiver Fernhandel, Redistribution in Zentralorten, Migration; weniger Geschenke, Subsidien, Tribute und Beute], wobei auch “Umwege” wie über das westfränkische Reich vorkamen.
Référence : 43936.
Allemand
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